Dienstag 4.3.2006

 

Der Tag begann Punkt 8 Uhr beim gemeinsamen Frühstück in den beiden Frühstückssälen im 2. OG. Das Buffet war gut, das Anstellen nervig und das finden eines Platzes noch nerviger. Doch am Ende war jeder satt und so trafen sich alle um 8:30 am Bus um mit diesem an den Reichstag und das Brandenburgertor zu fahren.

Der Weg war fast derselbe wie er gestern schon zurückgelegt wurde: Über die Autobahn in die Stadtmitte und dort dann am Tiergarten, Siegessäule und Botschaften und schließlich Brandenburgertor. Dort angekommen ging es zu Fuß weiter zum Paul-Löbe-Haus, vorbei am imposanten Reichstag.

Am Paul-Löbe-Haus wurden dann 2 Gruppen eingeteilt: Die eine sollte zuerst Paul-Löbe-Haus und Reichstag besichtigen, während die anderen sich rund um das Brandenburgertor bewegen sollten, danach das ganze umgekehrt.

Ich befand mich in der Gruppe die zuerst das Paul-Löbe-Haus besichtigen sollte. Schon beim betreten des Gebäudes gab es kleinere Schwierigkeiten: Sicherheitskontrollen wie an Flughäfen. Gürtel und Nietenarmbänder mussten ausgezogen werden, Taschenmesser wurden beschlagnahmt und Parteipullover sollten eigentlich ausgezogen werden.

Nach diesen Übergründlichen Kontrollen die dann anscheinend doch etwas Pfefferspray und ein paar Taschenmesser übersehen hatten, ging es weiter in einen kleinen Sitzungssaal in dem es eine kleine Einführung durch einen Mitarbeiter der MdB Astrid Klug gab.

Darauf folgte eine kurze Führung durch das Paul-Löbe-Haus und den Verbindungsgang in den Bundestag. Im Bundestag gab es dann eine Ausführliche Führung die sogar die normal für die Öffentlichkeit nicht zugängliche Fraktionsebene beinhaltete. Als Abschluss gab es dann die obligatorische Besichtigung der Kuppel über dem Reichstag.

Wieder vor dem Paul-Löbe-haus wurde sich gesammelt und das Viertel rund um das Brandenburgertor in angriff genommen. Das hieß: Gruppenfoto vor dem Brandenburgertor und Freizeit zum essen. Das führte zu unnötigen Märschen zum 2,5km entfernten Alexanderplatz oder dem Besuch eines Dönerladens in irgendeiner viel zu weit entfernten Seitenstraße. Aber wie auch immer: Am Ende der Freizeit gab es die ersten Freibierkisten durch Zu-Spät-Kommer und den irrwitzigen Plan jetzt mit der kleinen Gruppe (die anderen waren ja noch im Reichstag) zum Alexanderplatz zu marschieren (von dem natürlich erst einige zurückgekommen waren).
Dieser Plan wurde dann durch einen starken Regenschauer gestoppt bei dem wir im ZDF-Hauptstadtstudio zuflucht suchen mussten. Der Regen ging über in Schnee und die andere Gruppe traf aus dem Reichstag in unserem bescheidenen Lager ein.

Zusammen ging es dann wieder los zum Checkpoint Charlie, wo dann beschlossen wurde das Mauermuseum nicht zu besichtigen und stattdessen 2h Freizeit zugeben, weil die andere Gruppe regelrecht vom Fleisch gefallen war.

Nach 2h mexikanisch essen und Kaffee trinken ging es dann weiter zum „Freilichtmuseum“ Topographie des Terrors das sich mit der GestaPo Zentrale befasste und nebenbei auch einen Mauerrest beherbergte. Dort kam es dann zu makaberen posieren in den Trümmern alter Folterkammern der GestaPo die fälschlicherweise für Mauerreste gehalten wurde und über die man sich auch nicht aufklären lassen wollte.

Nach diesem recht kurzen Besuch ging es dann weiter ans Sonycenter von wo aus jeder seine Freizeit hatte. Manche besuchten Kreuzberg, andere gingen einkaufen und wieder andere fuhren zurück ins Hotel.

Ich persönlich fuhr zurück ins Hotel um dort etwas zu dösen und zu lesen, andere fuhren zurück um für den kommenden Abend genügend Blöckstoff und Hochprozentiges zu kaufen.   

Mit Einbruch der Dämmerung begannen dann wieder die „üblichen“ Runden sich zusammenzufinden und z.B. wieder eine Sing Star Party zu machen, bei der nicht jeder seine Standfestigkeit behielt und einer sogar nicht einmal mehr seine Hose.

Bei den Kontrollen durch die Lehrer die teilweise auch schon recht heiter waren wurde großzügig über angetrunkene Schüler hinweggesehen, das sollte aber nicht immer so bleiben.

Dieses Mal sollte erst gegen 2 Uhr nach und nach die Lichter ausgehen, obwohl der nächste Tag wieder um 8 Uhr beginnen sollte.

zurück